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Frühjahrsputz in Facebook

Kategorie: Tipps zum sicheren Internetsurfen
Veröffentlicht: Samstag, 22. Februar 2014

Schnell ist etwas bei Facebook gepostet, sehen es denn auch nur die, denen es etwas angeht? Dieser Text soll Dir helfen, da etwas klarer zu sehen. Mit dieser Präsentation könntest Du zum Beispiel bequem von Deinem Smartphone aus, Deiner Jugendgruppe zeigen, wie man sein Profil (etwas) sicherer macht.

Jetzt aber 'mal los:

Alte Statusbeiträge entfernen

Ein deutscher Politiker soll 'mal gesagt haben, was interesseiere ihn sein Geschwätz von gestern. Bei Facebook wäre es nicht schlecht, hin uns wieder einmal nachzusehen, was ihr letztens noch gepostet habt. Sollen wirklich noch alle Statusbeiträge in deiner Chronik vorhanden sein? Schau 'mal nach und lösche Unnötiges. Vielleicht wirfst Du noch einen Blick auf Deine Fotos?

Freunde entfernen

Ein harter Satz, aber manchmal nötig. Müssen wirklich deine SonstwasVille-Nachbarn Deine Statusmeldungen lesen? Die flüchtge Begegnung letze Woche in der Disco, muß die wirklich auch Dein Facebookfreund sein?

Deine Freunde findest Du in der Chronik. Mit dem Stiftsymbol neben "+ Freunde finden" kannst Du z.B. auch Deine Freundesliste vor anderen verbergen. Mach Dir doch auch die Mühe, verschiedene Gruppen anzulegen: Verein, Schule, echte Freunde, Familie etc. So kannst Du dann später Deine Statusmeldungen bequem nur für diese Gruppe freigeben. Wenn Du Freunde nicht löschen willst/kannst (z.B. Deine Vorgesetzten), dann kannst Du sie auch zu Deiner "Eingeschränkt"-Liste hinzufügen. Dann können sie nur Deine öffentliche Posts lesen. Bei der Gruppe "Bekannte" kann man zwar auch auswählen, dass man Statusmeldungen mit diesen nicht teilt, sie dient aber auch Facebook dazu, Statusmeldungen zu sortieren. Aus dieser Gruppe wirst Du weniger Infos bekommen als z.B. von Deinen engen Freunden.

Egal wie Du Deine Freundesliste sortierst, denk vor dem Absetzen einer Meldung oder dem teilen eines Fotos nach, wer das alles sehen darf und ob es überhaupt einer sehen sollte. Deinem besten Freund und Deiner besten Freundin kannst Du das Foto auch so auf dem Handy zeigen oder ruf 'mal wieder an.

Gehörst Du so wie ich zu den nicht ganz so Fleißigen, dann arbeite doch einfach täglich die Geburtstagsmeldungen ab und lichtest so Tag für Tag den Urwald Deiner Facebookfreundesliste.

Gruppenmitgliedschaften

Zeit, sich einmal an dieser Stelle Gedanken zu machen, welche Grupen uns einen Mehrwert bieten. Mit diesem Link https://www.facebook.com/bookmarks/groups oder wieder mit einem Klick auf dne entsprechenden Eintrag links kommst Du zu Deinen Gruppen. Hier siehst Du auch, wann Du diese Gruppen das letzte Mal besucht hast. Verlassen kannst Du die Gruppen mit dem Zahnrad-Button auf den Gruppenseiten.

Seiten

Wenn wir schon bei den Gruppen sind, können wir uns auch die Seiten anschauen. Einfach diesem Link https://www.facebook.com/pages/create.php folgen und auf "Seiten, die mir gefallen" klicken. Mit dem Button rechts kannst Du die Seiten entliken.

Benachrichtigungen

Etwas zum Thema Nervfaktor. Hier kannst Du die Benachrichtigungen verwalten: https://www.facebook.com/settings?tab=notifications

Zeug löschen

Facebookapps

Anwendungen, die man nicht mehr benutzt solltest Du löschen und bei den verwendeten die Berechtigungen überprüfen. So kommst du zu Deinen Apps: https://www.facebook.com/settings?tab=applications oder klicke in der linken Randleiste auf Apps.

Mit dem Stiftsymbol kannst Du die Anwendung bei Bedarf löschen oder zu Deinen Favoriten hinzufügen. Wenn Du auf den Namen der Anwendung klickst, dann bekommst Du eine Übersichtsseite der Anwendung und hier ist es dann meist so, dass rechts in der Spalte die Privatsphäreeinstellungen zu finden sind.

Suchverlauf

Im Aktivitätenprotokoll findest Du Deine gespeicherten Suchanfragen. Ggf. musst Du auf "MEHR" klicken, wenn Du die Suche nicht gleich findest. Oben im Kopf findest Du dann den Löschknopf. Den Suchverlauf kann in den Standardeinstellungen keiner sehen, aber warum soll es dann Facebook wissen.

Nachrichten

Eine Unterhaltung kannst du löschen, indem du auf deine "Nachrichten" unter https://www.facebook.com/messages/ klickst und dann eine Unterhaltung öffnest. Über die "Optionen" kannst du nun einzelne Nachrichten oder die gesamte Unterhaltung löschen.

Impressum, Datenschutzerklärung & Co.

Kategorie: Tipps zum sicheren Internetsurfen
Veröffentlicht: Samstag, 16. November 2013

Kennt Ihr auch diese Disclaimer?

"Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von den verlinkten Seiten."

Schauen wir uns diesen Haftungsausschluss einmal an. Da verlinkt also ein Seitenbetreiber auf eine Website und distanziert sich von diesem Link. Warum verlinkt er dann, wenn er sich distanziert?

Der folgende Text versucht Euch in das Thema einzuführen. Ihr könnt aber abkürzen und gleich den Impressumgeneratur benutzen.

Impressumgenerator auf. Pfeil link extwww.e-recht24.de

Weiterlesen: Impressum, Datenschutzerklärung & Co.

Rechtliches zum Thema Newsletter/Emailverteiler

Kategorie: Tipps zum sicheren Internetsurfen
Veröffentlicht: Samstag, 16. November 2013

Aus Sicht des Datenschutzes

Sind in einem Verein mehr als 9 Personen ständig mit der EDV personenbezogener Daten beschäftig, so ist nach §4f BDSG ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen. D.h. webmaster (newsletter), Schriftführer, 2 Präsidenten, 2 Jugendleiter und wenn dann noch Übungsleiter hinzukommen wird es knapp.

Aus Sicht des Verbrauchers:

a) Einverständniserklärung des Empfängers

Der Versand eines Newsletters zu Werbezwecken ist insbesondere am Maßstab des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zu messen. Nach dem UWG wird der Einzelne vor unlauterem Wettbewerb generell und damit auch vor belästigenden Werbemaßnahmen geschützt. Insofern wird der Privatsphäre des Einzelnen der zwingende Vorrang eingeräumt.

Gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. § 3 UWG gilt E-Mail-Werbung als unzumutbare Belästigung, wenn keine ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt. Ohne eine derartige Einwilligung ist die E-Mail-Werbung somit im Grundsatz wettbewerbswidrig und kann zu Abmahnungen führen.

In der Einverständniserklärung (ggf. schon bei der Beitrittserklärung zum Verein) müssen zwingend das Kontaktmedium (E-Mail), der Grund der Kontaktaufnahme („Werbung durch Newsletter“ o.ä.) und der potentielle Verwender genannt werden. Zu beachten ist auch, dass auf eine Widerrufsmöglichkeit hinzuweisen ist (§ 13 Abs. 3 TMG) . Insoweit genügt den rechtlichen Anforderungen ein Hinweis, dass die Abmeldung jederzeit möglich ist sowie die Angabe, dass der Widerspruch jederzeit durch formlose E-Mail unter Angabe der zu nutzenden E-Mail Adresse erfolgen kann.

Beispieltext der Einwilligung:

"Ich möchte den kostenlosen Newsletter abonnieren und habe die Bedingungen [LINK] hierzu gelesen und akzeptiert."

Beispielstext der Bedingungen:

„Sie stimmen dem Erhalt des Newsletters des Xyz Vereins zu. Der Newsletter wird per E-Mail verschickt und enthält Informationen über Veranstaltungen und Angebote. Wir werden Ihre personenbezogenen Daten, die wir für den Versand des Newsletters verarbeiten, nicht Dritten zur Verfügung stellen. Sie können den Erhalt des Newsletters jederzeit mit Wirkung für die Zukunft abbestellen, per E-Mail […], telefonisch [Tel.: …] oder postalisch.“

b) Datenschutzerklärung

Du musst auch die Datenschutzerklärung von den EDVlern Deines Vereines unterschreiben lassen.

c) Double-Opt-In-Verfahren

Du musst bei den newsletter das sog. Double-Opt-In-Verfahren = anmelden und dann nochmals die Email bestätigen benutzen (http://www.it-recht-kanzlei.de/double-opt-in-verfahren.html?search=Double-Opt). Hast Du z.B. joomla, dann benutze die newsletter-Komponente ancymailing, bei der man das einstellen kann.

d) verdeckter Verteiler (BCC)

"Bußgeld wegen offenen E-Mailverteilers"

(Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht vom 28.06.2013)

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat gegen eine Mitarbeiterin eines Unternehmens ein Bußgeld verhängt, weil sie mit einem offenen E-Mail-Verteiler personenbezogene E-Mail-Adressen einem großen Empfängerkreis übermittelt hat.

Eine Mitarbeiterin eines Handelsunternehmens hat an Kunden eine E-Mail verschickt, die ausgedruckt zehn Seiten umfasst, wobei neuneinhalb Seiten die E-Mail-Adressen ausmachen und eine halbe Seite die Information beinhaltete, dass man sich zeitnah um die Anliegen der Kunden kümmern werde.

E-Mail-Adressen, die sich in erheblichem Umfang aus Vornamen und Nachnamen zusammensetzen, sind als personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts anzusehen. Diese personenbezogenen Daten dürfen an Dritte nur dann übermittelt werden, wenn eine Einwilligung vorliegt oder eine gesetzliche Grundlage gegeben ist. Beide Voraussetzungen lagen hier nicht vor. Die Verwendung dieses offenen E-Mail-Verteilers (Eintragung der EMail- Adressen in das “AN-Feld“) stellte damit einen Datenschutzverstoß dar, der mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Im Hinblick auf die erhebliche Anzahl der E-Mail-Adressen hat es das BayLDA in diesem Fall nicht mehr bei einer (folgenlosen) Feststellung der datenschutzrechtlichen Unzulässigkeit belassen, sondern ein Bußgeld verhängt. Der entsprechende Bußgeldbescheid ist nach Ablauf der Einspruchsfrist unanfechtbar geworden.

Das BayLDA hat bereits unabhängig von diesem Fall mehrfach darauf hingewiesen, dass die Verwendung eines offenen E-Mail-Verteilers datenschutzrechtlich unzulässig ist, wenn die Inhaber der E-Mail-Adressen dazu nicht ihre Einwilligung erklärt haben. Es ist auch dem BayLDA bekannt, dass ein derartiger Verstoß sehr schnell und fahrlässig geschehen kann, wenn man die E-Mail-Adressen in das „AN-Feld“ oder das „CC-Feld“ einträgt und nicht in das „BCC-Feld“. Bei Eintragung der E-Mail-Adressen in das „AN-Feld“ oder das „CC-Feld“ sehen sowohl die unmittelbaren Empfänger („AN-Feld“) als auch die Empfänger der Kopien („CCFeld“) dieser Mail, an wen die Mail sonst noch geschickt wurde. Nur bei Eintragung der EMail- Adressen in das „BCC-Feld“ (englisch: 
Blind Carbon Copy, dt. sinngemäß Blindkopie) wird die Übertragung der E-Mail-Adressen an die Empfänger unterdrückt, so dass keiner erkennen kann, an wen diese Mail sonst noch geschickt wurde.

Da in manchen Unternehmen dieser Fragestellung offensichtlich nicht die entsprechende Bedeutung beigemessen wird, d.h. von Seiten der Unternehmensleitung die Mitarbeiter entweder nicht entsprechend angewiesen oder überwacht werden, wird das BayLDA in einem vergleichbaren Fall in Kürze einen Bußgeldbescheid nicht gegen den konkreten Mitarbeiter, der die Mail mit offenem E-Mail-Verteiler versandt hat, erlassen, sondern gegen die Unternehmensleitung.

Thomas Kranig
Präsident