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Prävention gegen sexuelle Gewalt

Kategorie: Prävention sexueller Gewalt Veröffentlicht: Freitag, 06. Juni 2014

Das Qualtitätssiegel

Dieses Thema schlägt allen auf dem Magen, wenn es in den Nachrichten kommt. Insgeheim ist jeder froh, dass in seinem Umfeld noch keine sexuelle Gewalt gab. Oder gab es sie doch? Wenn wir das Thema ansprechen, erhalten wir da genauso viel Interesse? Viele sträuben sich, diese Prävention anzunehmen. Es wird mit banalen Ausreden aus der Diskussion gestrichen.

Man hört immer wieder:

Hier nehmen wir Ihnen die Angst vor Prävention gegen sexueller Gewalt.

Daher haben wir uns auch die Prävention gegen sexueller Gewalt zum Thema gemacht. Wir, das sind die BSF-Jugend und BDK-Jugend. Wir ziehen an einem Strang und verschließen die Augen nicht. Wenn sich alle im Klaren sind, dass dies die richtige Richtung ist, wird es jedem Täter immer schwerer Fallen einfach in unseren Vereinen Fuß zu fassen. Es ist wichtig, dass sich der Vorstand emotional dieses Themas annimmt und somit in ihren Vereine als Qualitätssiegel aufzeigen. Denn, nur wer sich emotional auseinandersetzt und Fachwissen erlangt, merkt schnell, dies ist kein Rückwärtsgehen.

 

Unsere Präventionsbeauftragte, die im Institut für Jugendarbeit in Gauting eine Weiterbildung absolviert, ist ehrenamtlich tätig. Diese Weiterbildung wird nur in Bayern angeboten und wird von Verbänden (Hauptamtliche aus Fussball, Kanusport, Pfadfinder) aus ganz Deutschland zusammen . Dabei wurde uns klar, dass wir zum richtigen Zeitpunkt in das Thema eingestiegen sind. Jetzt zeigt es sich, dass auch wenn wir alle ehrenamtlich arbeiten, dürfen wir die Augen vor diesem Thema nicht verschließen.

Wir werden Sie künftig im Rahmen von Fortbildungen über wichtige Themenbereiche informieren. z. B. Einstieg in das Thema

Viele Vereine haben schon Teile der Präventionstrategie umgesetzt wie zB. einen Verhaltenskodex und Regeln für die Freizeiten. Diese werden wie selbstverständlich gehandhabt. Jetzt heißt es nur noch, das Thema weiter vertiefen.Wir handeln nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (§72) und benötigen eben das erweiterte Führungszeugnis. Ein weiteres Qualitätssiegel von vielen. Die Verunsicherung darüber ist groß. Jeder der Kindern oder Jugendliche beaufsichtigt, betreut, erzieht oder ausbildet oder einen vergleichbaren Kontakt hat, müssen dies vorlegen. Doch wie geht das? Man braucht nur eine Bestätigung vom seinem Verein, dass man ehrenamtlich tätig ist. Geht mit seinem Personalausweis zur Gemeinde und kann das erweiterte Führungszeugnis dort kostenlos beantragen. Dies legt man dem Vorstand oder der beauftragten Person vor. Datum des Führungszeugnis, sowie die Tatsache, dass keine relevanten Einträge vorliegen werden eingetragen. Das Führungszeugnis wird nicht zu den Akten gelegt,sondern behält der Beantragende. Die Daten werden vor dem Zugriff Unbefugter geschützt und spätestens drei Monate nach Ende der Tätigkeit gelöscht. Diesen kleinen Zeitaufwand sollte jeder auf sich nehmen, um zu zeigen, dass ihm bzw. ihr die Kinder und Jugendliche, mit denen er bzw. sie arbeitet wichtig sind. Die mit dem Thema im Verein beauftragte Person muss sich auf die Mitarbeit aller verlassen. Diese Haltung wird nach Außen getragen. Es erfahren nicht nur die Eltern, sondern das gesamte Umfeld des Vereins. Somit ist wieder eine Hürde für die Täter gesetzt. Falls dieser die erste Hürde meistert, aber sieht, dass da vorne noch etliche Hürden kommen und alle an einem Strang ziehen, ist die Gefahr für alle so niedrig gehalten wie möglich.